„it’s so obvious i’m a washington outsider“ – palin vs. biden

joe biden oder sarah palin – wer hat sich denn nun besser geschlagen während der debatte auf cnn? fest steht: sarah palin hat die an sie gerichteten erwartungen übertroffen – die waren allerdings angesichts ihrer vorangegangen blamagen sowieso ziemlich niedrig angesetzt weshalb palin das wohl kaum als wirklichen erfolg verbuchen kann.
gut, blamiert wie in diesem interview mit katie couric hat sie sich nicht, aber dennoch hat palin gestern nacht gezeigt, dass ihr die nötige erfahrung für das amt der vizepräsidentin fehlt. zwar machte palin keine schlechte figur auf der bühne – sie ging direkt zu beginn der debatte auf biden zu, fragte, ob sie ihn beim vornamen nennen dürfe, lächelte freundlich ins publikum und versuchte wohl zu signalisieren: ich bin eine von euch. doch dabei blieb es dann auch, inhaltlich konnte palin mit biden nicht mithalten. der argumentierte, nannte und erläuterte fakten und ziele, sie dagegen konnte die ein oder andere frage nicht beantworten und musste ausweichen.
so beschränkte sich die hockey mom darauf, ihr stählernes lächeln aufzusetzen, ihre nähe zu den „every day american people“ zu betonen
Oh, yeah, it’s so obvious I’m a Washington outsider.
und fragen nur explizit zu beantworten, wenn ihre karteikarten ihr dabei helfen konnten – welcher logik palin dabei offensichtlich gefolgt ist, erklärt uns adan nak in form einer grafik, die ich eben bei stefan niggemeier gesehen habe:

ansonsten wiederholte sie mehrfach, dass john mccain durch seine kriegserfahrung quasi prädestiniert sei für eine präsidentschaft und den sieg im irakkrieg. (in welchem krieg hat john mccain nochmal gekämpft?)
und das fazit? palin hat es geschafft, sich wieder in ein besseres licht zu rücken, denn immerhin ist sie in der debatte nicht komplett untergegangen – für den gewinner halte ich dennoch biden, der durchgehend souverän agierte.
