Von manchen Sachen kommt man so schnell nicht mehr los. Ist so. Erst recht, wenn das, worum es sich handelt, absolut großartig ist.
Möglicherweise versteht der eine oder andere die doppelte Bedeutung dieses Eintrags. Nein? Keiner?
Police Squad, der Vorläufer der Nackten Kanone(n), trifft sicherlich nicht jedermanns Humor. Auf unserer Nackten-Kanone-Nacht traf die Serie jedenfalls genau ins Schwarze.
Stichwort innerdeutsche Grenze. Wem kommt da nicht sofort auch das Stichwort Mauer in den Sinn? Von der Deutschen Welle gibt’s jetzt eine 10 Minuten lange Animation, in der der Aufbau der Mauer und die Sicherung und Überwachung des Grenzstreifens sehr schön erklärt werden.
[via netzpolitik]
Am Montag war es mal wieder soweit: Fünf Menschen trafen sich, aßen, vernetzten ihre PCs und Laptops und traten miteinander gegeneinader in Kanes Rache und Flatout 2 an.
21:16 Erste „Flatout“-Versuche.
21:17 Versuche scheitern an fehlender LAN-Verbindung. Oder so.
21:21 Aha. 2 verschiedene „Flatout“-Versionen!

21:25 Pizzen werden in den Ofen verfrachtet.
21:31 Luke, Daniel und Nils sind in der Küche auf geheimer Mission…

22:02 Flatout 2: David und Nils sind raus: Totalschaden…
22:04 Die Pizzen werden aus dem Ofen zurück in den Keller geholt.
22:05 Nils hat Rücken.
22:07 Nils stellt fest, dass Luke nur ein Elektromesser benutzen will, weil er sich zu fein für ordentliche Handarbeit ist.
22:38 Philipp ist da!
22:47 Im Gegensatz zu den Flaschen Luke und David gehen Nils und Daniel auf’s Ganze.
23:34 Luke legt darauf Wert, dass sein Sieg festgehalten wird. Obwohl das natürlich nur Glück war…
22:35 Nun C&C 3 – Kanes Rache.
00:17 Heiße Diskussion um die Einrichtung ausgewogener Teams. Luke stellt sich quer. Seine Argumente sind eher schwach.
01:33 Es müssen neue Teams her. Und wo bleibt eigentlich der Simon?
01:55 Blöder „Asynchron“-Fehler. Nicht zum ersten Mal.
01:56 Nils macht Kaffee, schwarz, ohne Milch.
02:49 Kein „Flatout“ mit Philipp.
02:56 Luke und Nils lachen diabolisch. Sie lieben es, wenn ein Plan funktioniert.
02:58 David trifft Luke’s Kopf mit einem unbekannten Flugobjekt.
03:04 Philipp wird von seinem Laptop an der Nase herumgeführt.
04:03 Ein Sieg für Luke, Philipp und Nils. Ein knapper.
05:33 Philipp stresst Daniel.
05:34 Daniel ist genervt, weil Philipp ihn stresst.
05:36 Ein „Flatout“-Turnier. Schon wieder.

05:40 „Schrotti ist Schrott“.
05:41 Luke bemerkt, dass um 6 Uhr das Sandmännchen kommt. Er will nach Hause.
06:03 Luke geht. Der Abend wird daher für beendet erklärt.
CDU und SPD haben trotz Protesten und Expertenmeinungen ein Gesetz beschlossen, dass es einer Polizeibehörde (BKA) erlaubt, ohne richterliche Kontrolle Sperrlisten einzurichten und zu verwalten, um Inhalte im Netz zu blockieren. Gewaltenteilung? Was war das gleich nochmal?
Und das alles, um gegen die Kinderpornographie vorzugehen, die offenbar an jeder Ecke des Netzes lauert. Dass es viel effektiver (und auch machbar!) wäre, solche Seiten schlicht und einfach aus dem Netz zu entfernen, scheint die Politiker nicht zu stören. Stattdessen schaffen sie eine Infrastruktur, mit der sich theoretisch zukünftig auch andere Inhalte sperren lassen. Interessenten gäbe es genug.
Doch die beiden „Volksparteien“ CDU und SPD haben noch einen weiteren Fußtritt verteilt. An eine ganze Generation. An die Menschen, für die die Nutzung des Internets längst zum Alltag gehört. Das werden sie bei der kommenden Wahl hoffentlich zu spüren bekommen.
Schon in der Debatte glänzten diese Parteien in Sachen Unwissenheit und Phrasen dreschen: „Das Internet darf kein rechtsfreier Raum werden!“ – Der ist es nicht und der war es nie, allenfalls an der Durchsetzung geltenden Recht mangelt es. Das Internet „darf aber auch kein bürgerrechtsfreier Raum werden!“, wie Wolfgang Wieland von den Grünen in der Debatte treffend formulierte. Im folgenden Video (aus der ersten Beratung des Bundestages zum Thema) fasst er außerdem schön zusammen, um was es bei dem Gesetz geht.
Nun bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder, der Bundespräsident stoppt das Gesetz oder es geht vor’s Bundesverfassungsgericht, wegen Artikel 5 GG: „Eine Zensur findet nicht statt.“
Familienministerin Ursula von der Leyen, die für das Gesetz verantwortlich ist, hielt es im Übrigen offenbar nicht für nötig, der Debatte beizuwohnen.
Wenn es Dienstagabend ist, man alle Abiturprüfungen hinter sich und sowieso schon seit Wochen keine Schule mehr hat, dann bietet sich eines an: Man trifft sich mit fünf bis sechs anderen Abiturienten und widmet sich dem Backen von Pizza und dem anschließenden Verzehr selbiger.
Das füllt keinen ganzen Abend und erst recht keine ganze Nacht aus, also hat jeder Abiturient einen Rechner oder einen Laptop dabei. Die vernetzt man miteinander und duelliert sich anschließend in den fantastischen Spielen C&C 3: Kanes Rache und C&C: Alarmstufe Rot 2.


Wurde schon öfters erfolgreich praktiziert.
Zuvor haben über 130.000 Bürger die Onlinepetition gegen das Sperren von Internetseiten unterzeichnet und sie damit zur erfolgreichsten ePetition gemacht. Trotzdem sieht es momentan so aus, also ob morgen im Bundestag das Gesetzt beschlossen wird, denn die SPD hat sich offenbar entschlossen, sich nicht gegen Ursula von der Leyens Vorhaben zu stellen.
Und was bedeutet das nun? Thomas Knüwer erklärt es:
Für jene, die sich nicht mit dem Thema beschäftigt haben, ist es schwer zu glauben: Morgen wird der Bundestag mit den Stimmen von CDU und SPD ein Gesetz verabschieden, das die Gewaltenteilung zwischen Judikative, Exekutive und Legislative aufhebt. Jene Gewaltenteilung, die in Art. 20 des Grundgesetzes festgeschrieben ist.
Im scheinbaren Kampf gegen Kinderpornografie werden künftig die Ermittler der Landeskriminalämter entscheiden, was ungesetzlich ist und was nicht – ganz ohne Richterspruch. Sie werden eine Liste von Internetseiten erstellen, die gesperrt werden. Diese Liste wird nicht öffentlich zugänglich sein, die Betreiber der betroffenen Seiten werden nicht informiert. Wer diese Seiten besucht, gleichgültig ob absichtlich oder zufällig, dessen Daten werden protokolliert – ohne sein Wissen.
Für morgen ist bereits eine Mahnwache vor dem Brandenburger Tor geplant, an der ich aber leider aufgrund meiner Entfernung zu Berlin nicht teilnehmen kann.
Unsere besorgte Familienministerin fordert bisher nur Stoppschilder im Internet. Dabei gäbe es doch noch so viele andere Möglichkeiten, den Internetverkehr zu regeln. Die Titanic hat sich überlegt, wie die aussehen könnten. Und das ist einfach zu genial, um es hier nicht zu verlinken: Mehr Sicherheit beim Surfen.
[via netzpolitik]
Morgen geben bitte alle Wahlberechtigten bei der Wahl zum EU-Parlament ihre Stimme ab, denn eins ist ja mal klar: Wer daheim sitzen bleibt, verschenkt seine Stimme und seine Chance, am demokratischen Prozess teilzunehmen.
Ihr wisst nicht, wen ihr wählen sollt oder welche Parteien für was eintreten? Dann könntet ihr euch zum Beispiel vom Wahl-O-Mat beraten lassen.
Ihr glaubt, was im EU-Parlament vorgeht, betrifft euch sowieso nicht? Stimmt nicht, ihr seid EU-Bürger! Ja, wirklich.
Ihr könnt euch mit der EU nicht identifizieren? Dann zeigt ihr das durch Abgabe einer ungültigen Stimme und nicht durch Abwesenheit.
Ihr wollt nochmal ein paar Infos zur EU? Dann könntet ihr euch EU von A bis Z mit Katrin Bauerfeind anschauen, weil das nämlich sehr schön ist.
Eine Wahlempfehlung gibt es an dieser Stelle nicht, aber zwei Hinweise, warum man seine Stimme vielleicht nicht der CDU/CSU oder der FDP geben sollte. Eine Nichtwahlempfehlung sozusagen.
Keine Wahlempfehlung: CDU/CSU – netzpolitik.org
Der fleischgewordene Blondinenwitz der FDP – Der Schockwellenreiter
„Schau an“, dachte ich, als ich diesen Artikel aus meinem Feedreader fischte, „da hat mal wieder jemand Twitter nicht verstanden.“ Und dann fiel mir ein, dass ich ja selbst mal was zu diesem Sozialen Netzwerk aufschreiben wollte. Hier hatte ich nun einen Aufhänger.
Aber warum hat nun Herr Uehlecke Twitter nicht verstanden? Weil Twitter nicht die Klowand des Internets ist, wie er meint:
In Wirklichkeit ist sie aber nichts anderes als die Klowand des Internets. Wer vorbeikommt, hinterlässt einen kurzen Spruch, einen Gedanken oder eine Befindlichkeit, erlaubt sind maximal 140 Zeichen. Und wer sich für die – allein schon aus Platzgründen – inhaltsarmen Beiträge der anderen interessiert, kann sie abonnieren.
Unsinn. Denn wie er selber anmerkt: Man kann abonnieren. Kann. Der Twitterer liest nämlich, was er lesen will, also bei Weitem nicht jede inhaltsarme Belanglosigkeit. Davon abgesehen kommt es darauf an, wie der Einzelne Twitter nutzt. Der Eine abonniert vielleicht verschieden Prominente, ein Anderer folgt Parteien oder den Onlineausgaben bekannter Zeitungen und ein Dritter nutzt Twitter möglicherweise, um mit seinem Freundeskreis zu kommunizieren und ihn auf dem Laufenden zu halten (ähnlich Facebooks und StudiVZs „Ich bin gerade“-Status). Dabei muss man noch lange nicht alles öffentlich machen – gibt es doch die Möglichkeit, seinen Account nur von autorisierten Twitterern lesen zu lassen.
Meinen Twitteraccount habe ich mir vor geraumer Zeit vor allem aus Neugierde angelegt und, ich gebe zu, momentan dümpelt er vor sich hin. Vielleicht nicht mehr lange, vielleicht schon, das wird sich zeigen.
Trotzdem: Gerade bei der Verwendung von Twitter in einem Freundes- oder Bekanntenkreis sehe ich sehr schöne Nutzungsmöglichkeiten.

